Hustensirup der Extraklasse

 

Ein ganz besonderer Sirup, der im Frühling seinen Anfang nimmt und Anfang Herbst fertig gestellt wird, rechtzeitig zu Beginn der Hustenzeit.

Im zeitigen Frühling beginnen wir mit den Blüten des Huflattichs. Sie werden gesammelt und ca. einen Centimeter hoch in einem Schraubglas beliebiger Größe geschichtet. Anschließend bedecken wir die Blüten mit Honig, Rohrzucker oder Birkenzucker, je nach Geschmack und Vorliebe. Gut darauf achten, daß die Blüten wirklich komplett bedeckt sind. Die nächste Schicht sind die Blüten der Schlüsselblume, dann folgen Lungenkraut, Gänseblümchen, Veilchen und Gundelrebe. Nach jeder Schicht Blüten folgt eine Schicht Honig oder Zucker. So entsteht nach und nach ein Hustensirup, der die Heilkraft und schleimlösenden Eigenschaften gleich mehrerer Kräuter in sich vereint.

Im Laufe des Frühlings folgen die Blüten des Spitzwegerichs, des Holunders, wer findet kann Klatschmohnblüten verwenden, bis die Sommerblüher an der Reihe sind, wie Salbei und Thymian bis hin zur Königskerze.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, es ist nur wichtig gut darauf zu achten, daß sich kein Schimmel bildet und der Sirup nicht zu gären beginnt.

Um das zu vermeiden, graben wir den Sirup in den Phasen, in denen für längere Zeit keine neuen Blüten hinzugefügt werden, an einen schönen sonnigen Platz im Garten dreißig Zentimeter tief ein. Nicht vergessen den Decken gut zu schließen und eventuell mit Isolierband verkleben!

Wer keinen Garten hat, kann den Sirup auch in den Keller stellen oder in den Kühlschrank.

Es werden so lange Blüten aufgeschichtet und bedeckt, bis das Glas voll ist, also überlegt euch vorher gut, wie groß ihr das Gefäß wählen möchtet.

Sobald die letzte Schicht gelegt ist und gut mit Zucker oder Honig bedeckt wurde, verschließen wir das Glas sorgfältig und graben es bis zum Herbstbeginn ein, so daß der Sirup noch den Spätsommer über „reifen“ kann.

Nach dem Ausgraben erhitzen wir den Sirup langsam auf kleiner Flamme im Wasserbad. Sobald er sich verflüssigt hat, wird das Pflanzenmaterial abgeseiht und der Sirup in dunkle Flaschen gefüllt und beschriftet, mit Datum und Namen.

Erkältungen und Grippe können nun kommen, wir sind gewappnet!

Gutes Gelingen!

Sprosse

Habt ihr schon von Pflanzensprossen gehört? 

Die sind seit einiger Zeit sehr populär und im Handel erhältlich in verschiedenster Form.

Um solche Sprossen zu genießen, bedarf es nur weniger Handgriffe und im Nu ist der grüne Ausgleich im Winter behoben.

Der Kreativität ist dabei keine Grenze gesetzt!

Scharf schmeckende Kresse lässt sich vorzüglich in einem ausrangierten Behälter von Aufstrichen, Frischkäse oder Topfen ziehen. Einfach ein Blatt Haushaltsrolle in den Behälter legen, Samen darüber streuen und ordentlich bewässern, warten bis das Papier sich vollgesogen hat und überschüssiges Wasser abschütten. Das wird täglich wiederholt und binnen weniger Tage treiben die Samen ihre Keimlinge aus und würzen Salate oder Suppen, je nach Geschmack jedes Küchengericht.

Wem der Sinn mehr nach fernen Gewächsen steht, der kaufe sich Samen der Mungobohne. Die sind groß und können problemlos in einem beliebigen Einmachglas gezogen werden. Die Samen werden mehrere Stunden in Wasser eingeweicht, das Wasser dann abgeschüttet. Von da an täglich zwei Mal täglich die Keimlinge mit frischem Wasser spülen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Es gibt im Handel sogenannte Sprossengläser, in denen überschüssiges Wasser der Spülung abfließen kann um diese erwachenden Pflanzenkinder bestmöglich gedeihen zu lassen in unserem Heim.

Nicht jeder Keimling benötigt Licht, aber es schadet nicht das Glas oder den Behälter an einem Fenster zu ziehen.

Ein Same ist ein kleiner Embryo, also ein sexuell vollständig befruchtetes Lebewesen, das nur auf die richtigen Bedingungen wartet um zu keimen. So ein Same kann lange Zeit überdauern, Kälte und Wärme trotzen, bis er keimt.

Botaniker versuchen bisher vergeblich, die medizinische Terminologie des männlichen Spermiums der Säugetiere vom Samen zu trennen, doch vergeblich. Der Samenleiter im Mann bleibt in Lehrbüchern als solcher bestehen, obwohl es ein Spermiuimleiter ist, denn ein Same ist bereits befruchtet, ein Spermium nur ein Teil des sexuellen Berfruchtungsprozesses. 

Wenn wir also Sprossen oder Keimlinge zu uns nehmen, müssen wir den Pflanzen so unglaublich dankbar sein, daß die sexuelle Befruchtung je erfunden wurde und wir sie ohne ethische Bedenken in unserer Küche züchten können und mit allem, was der Pflanze im Samen an Startkapital mitgegeben wurde, verzehren dürfen, um unsere Bedürfnisse an Nährstoffen zu decken. 

Die nächste Stufe ist dann nur mehr das Frühstücksei, bevor ethische Bedenken erhoben werden.

Zucchinikuchen

 

1/4l ÖL

3 Dotter

40 dkg Zucker

10 dkg geriebene Haselnüsse

40 dkh Zucchini

40 dkg Mehl

1 TL Zimt

1 Pkpv

 

Schnee von den 3 Eiklar

 

Die Zutaten nach und nach wie gewohnt mischen, den Schnee schlagen und unter die Masse heben, auf ein Backblech streichen und bei 180° ca. 45 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen nach Belieben mit Staubzucker bestäuben oder mit Schokoglasur überziehen, in Stücke schneiden und geniessen!

Kleiner Tip: Mandelöl, Mohnöl oder Arganöl verleihen dem Kuchen das spezielle Etwas!

Gänseblümchenhonig-Löwenzahnhonig

 

Mit diesem selbstgemachten Honig holen wir uns den Frühling ins Glas!

Löwenzahn-oder Gänseblümchenblüten sammeln, mit 1l heißem Wasser übergießen, einige Zitronenscheiben hinzugeben und über Nacht stehen lassen. Anschließend abseihen und 1kg Zucker hinzugeben. Ich verwende 500g Kandiszucker und 500g Kristallzucker um den Geldbeutel zu schonen. Es kann aber auch 1kg Kandiszucker oder Vollkornzucker verwendet werden, je nach Belieben und Geschmack. Auf kleiner Flamme köcheln lassen bis zur gewünschten Konsistenz und in saubere Gläser füllen.

Fertig ist unser selbstgemachter Kräuterhonig! Auf ein Butterbrot geschmiert oder ein gelegentlicher Löffel davon pur zaubern zu jeder Jahreszeit die Kraft des Frühlings in unseren Körper!

Neunkräutersuppe im Frühling

die Kraft des Frühjahrs nützen

9 Frühlingskräuter, die gerade zu wachsen beginnen, sind die Protagonisten in unserer 9 Kräutersupppe:

Gänseblümchen, Bärlauch, Brennessel, Giersch, Hirtentäschel, Spitz-Wegerich, Schafgarbe, Sauerampfer, Vogelmiere. Zum Würzen und Dekorieren ein wenig Gundelrebe!

Die zerkleinerten Kräuter nach Belieben in Zwiebel und Butterschmalz andünsten, mit etwas Mehl bestäuben oder in Würfel geschnittene Kartoffeln dazugeben, mit Gemüsebrühe abloschen, etwas köcheln lassen und mit Schlagobers und Parmesan verfeinern!

Gutes Gelingen

Kräuterspätzle-Kräuterspatzler

Beliebige Kräuter sammlen (Giersch, Brennessel, Gundelrebe, Spitzwegerich, Löwenzahn usw.) und im Mixer klein hacken. Spätzleteig mit Eiern, Milch und Mehl wie gewohnt rühren, Kräuter dazugeben.

In einem kleineren Topf Zwiebel andünsten, nach Belieben mit Speckwürfeln anreichern, mit einem Schuss Schlagobers löschen, mit Salz und Pfeffer, nach Wunsch auch mit Ingwer und Curry würzen.

Spätzle in kochendes Salzwasser eintragen, aufkochen lassen und abseihen.

Mit Parmesan abschmecken, Blüten darüberstreuen und dann:

Guten Appetit

Kräuter

Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.

 

Johann Wolfgang v. Goethe